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Street Haunting

Johanna Steindorf

Der ortsunabhängige Audio-Walk „Street Haunting“ regt dazu an, in der Stadt herumzuschweifen und in einen entschleunigten Zustand zu kommen, durch den sich der Blick auf die Umgebung ändert. Der gleichnamige Essay von Virginia Woolf dient hier als Ausgangspunkt, um über die Position der Frau* im öffentlichen Raum zu sprechen. Kleine Handlungsanweisungen und Übungen während des Walks machen deutlich, wie sehr die Erfahrung des Stadtraumes dadurch definiert ist, wie unser Körper aussieht, sich bewegt und von welchen Vorerfahrungen er geprägt ist.

Die Stimme wird zur unsichtbaren Komplizin, genauso wie die anderen Teilnehmenden, die dezentral und doch synchron unterwegs sind. Durch unsere Anwesenheit im Raum eignen wir uns die Orte temporär an, während wir sie durchqueren. Gemeinsam nähern wir uns der Stadt aus einer feministischen Perspektive und gehen dabei der Frage nach: Wie wird weiblichen Körpern und Identitäten der Zugang zum Stadtraum erschwert? Und welche Wege gibt es, um den öffentlichen Raum zurückzugewinnen?